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Folgend finden Sie die häufigsten Fragen zur Entflechtung des Campuls Landau aus der Universität Koblenz-Landau sowie zu der Zusammenführung der Technischen Universität Kaiserslautern und dem Campus Landau.


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Christoph Richter

Kaiserslautern/Landau
Tel.: +49 (0) 631 205-4218
christoph.richter(at)startklar2023.de

Fragen zu "Studium und Lehre"

Es gilt ein Bestandsschutz. Das bedeutet, dass alle angefangen Studiengänge in der bisherigen Form abgeschlossen werden können und zwar in einem Zeitraum, der mehrere Semester über die Regelstudienzeit hinausgeht.

Darüber hinaus diskutieren die beiden Standorte im Zusammenführungsprozess sowohl über die Erweiterung und Weiterentwicklung der Studienangebote, als auch über gemeinsame, standortübergreifende Studiengänge.

Die Notwendigkeit des Pendelns zwischen den Standorten ist für Studierende der bestehenden Studiengänge ausgeschlossen.

Ja, beide Semestertickets umfassen Landau und Kaiserslautern bzw. sind auch darüber hinaus gültig.

Eine Veränderung des Semesterbeitrags ist aktuell nicht vorgesehen.

Ja, die Studienangebote beider Standorte bestehen unverändert und es können ohne Einschränkung in 2021 und 2022 ein Studium aufgenommen werden. Die Zusammenführung ist für den 1. Januar 2023 vorgesehen. Und auch über dieses Datum hinaus wird sichergestellt, dass das jeweilige Studium am entsprechenden Standort zu Ende geführt werden kann. Während des Zusammenführungsprozesses wird zudem an neuen Studienangeboten gearbeitet.

Alle Beteiligte werden in den anstehenden Prozess eingebunden, auch die Studierendenwerke in Kaiserslautern und Landau. Ob und wie die Studierendenwerke zusammenarbeiten, steht aktuell nicht fest.

Wer sein Studium bis zum 31. Dezember 2022 abschließt, erhält eine Urkunde entsprechend der derzeitigen Struktur. Danach erhalten alle Absolvent*innen ein Zeugnis der neuen Technischen Universität.

Nein, es stehen durch die Strukturreform keine zusätzlichen Mittel für Auslandsemester zur Verfügung. Es ist aber davon auszugehen, dass sich in der neuen Technischen Universität die Beantragung für ein Auslandssemester bzw. die Unterstützung verändern werden. Es wird weiterhin die Möglichkeit geben, einen Teil des Studiums im Ausland zu absolvieren.

Eine Zusammenführung aller Lehramtsstudiengänge an einem der beiden Standorte ist nicht vorgesehen. Für die Universitätsleitung der Technischen Universität Kaiserslautern und die Campusleitung des Campus Landau sowie das Wissenschaftsministerium sind die bestehenden Lehramtsstudiengänge an beiden Standorten wichtige Bestandteile des Studienangebotes.

Es ist davon auszugehen, dass die neue Technische Universität, als zweitgrößte Universität des Landes und größter Standort der Ausbildung von Lehrer*innen, größeren Einfluss auf die allgemeinen Rahmenbedingungen der Lehramtsausbildung in Rheinland-Pfalz haben wird.

Dies ist aktuell nicht geplant, kann allerdings nicht ausgeschlossen werden, beispielsweise dann, wenn neue standortübergreifende Studiengänge konzipiert werden.

Fragen zu "Forschung und Innovation"

Es sind keine Veränderungen an der Forschung vorgesehen. Es findet aber bereits ein intensiver Austausch zwischen den Wissenschaftler*innen beider Standorte statt, die sich in Zukunft auch zu gemeinsamen Forschungsschwerpunkten entwickeln können. Die Vielfalt der Fächer bietet hier eine gute Basis um erfolgreich innovative Forschungsthemen und -ansätze zu verfolgen. Derzeit wird eine Förderstruktur für gemeinsame Forschungsprojekte erarbeitet.

Fragen zu "Finanzen und Ressourcen"

Aktuell werden verschiedene Möglichkeiten des Ausbaus diskutiert. In ersten Gesprächen wurde insbesondere betreffend den Ausbau der direkten Zugverbindungen zwischen Kaiserslautern und Landau Offenheit und Gesprächsbereitschaft vom Wirtschaftsministerium signalisiert.

Das Wissenschaftsministerium hat klargestellt, dass die Zusammenführung kein Sparprogramm werden soll. So hat Wirtschaftsminister Wolf betont, dass alle Standorte gestärkt aus der Strukturreform hervorgehen sollen.

Ziel ist es, dass die neue Universität eine leistungsfähige Verwaltung für beide Standorte gleichermaßen besitzt. Die Frage danach wie sie strukturiert sein wird, lässt sich erst nach einer genauen Analyse verlässlich beantworten. Fest steht schon jetzt: Es gibt bislang an beiden Standorten kaum Doppelstrukturen. Sollte es in Einzelfällen Doppelungen geben, werden zukünftige Aufgabenzuschnitte und Personalausstattungen im Rahmen der Strukturreform thematisiert.

Das Land hat für die Strukturreform acht Millionen Euro bereitgestellt. Davon werden die Kosten für die Zusammenführung der beiden Standorte, den Aufbau der Universität Koblenz und für die Koordination im Wissenschaftsministerium finanziert. Kaiserslautern und Landau haben frühzeitig darauf hingewiesen, dass die bereitgestellten Mittel nicht ausreichen, um die Zusammenführung zu finanzieren. Die vollständige Finanzierung der Zusammenführung ist noch nicht sichergestellt.

Fragen zu "Hochschulentwicklung"

Mit der Zusammenlegung bekommen die beiden Standorte unter dem Dach einer neuen Technischen Universität national und international größeres Gewicht.

Darüber hinaus ergänzen sich die Fächerprofile der beiden Standorte, sodass die neue Technische Universität breit aufgestellt sein wird. Das zukünftige Profil umfasst neben Natur-, Ingenieur-, Bildungs- und Sozialwissenschaften auch Umwelt- und Planungswissenschaften. Dies ermöglicht neue interdisziplinäre Studiengänge und fördert neue Forschungsansätze, die zur Lösung gesellschaftsrelevanter Herausforderungen beitragen.

In der Bildung von Lehrer*innen für alle Schularten übernimmt die neue Technische Universität die Spitzenposition in Rheinland-Pfalz.

Standortübergreifende Verwaltungsprozesse bieten die Chance, die digitale Transformation voranzutreiben.

Das Gelingen der Zusammenführung hängt zu einem großen Teil von der Ausstattung der neuen Universität ab. Hierfür sind wir auf die Unterstützung des Landes angewiesen, um beispielsweise die Personal- und Lehrkapazitäten an beiden Standorten erhalten bleiben. Für ein Gelingen der Zusammenführung muss aber auch neuer finanzieller Spielraum eröffnet werden, beispielsweise für den Aufbau neuer Forschungsschwerpunkte. Auch die Verwaltung braucht eine angemessene Ausstattung. So ist für eine funktionierende Verwaltung beider Standorte eine deutliche Aufstockung der bestehenden Ressourcen nötig.

Die Zusammenführung wird neben den Leitungen der Technischen Universität Kaiserslautern und dem Campus Landau von vielen Akteuer*innen aus den Fachbereichen, Service-Einrichtungen und der Verwaltung begleitet. Die Erfahrungen in der Zusammenarbeit zeigen, ebenso wie die Zwischenergebnisse: Wir sind auf einem guten Weg!

Die Zusammenführung von Kaiserslautern und Landau ist in der deutschen Hochschullandschaft ohne Beispiel. Trotzdem hat das Land mit dem Neustrukturierungsgesetz einen engen Zeitrahmen für die Zusammenführung vorgegeben. Die gemeinsame Technische Universität muss am 1. Januar 2023 arbeitsfähig sein. Dies bedeutet beispielsweise, dass eine Vielzahl von Prozessen insbesondere in der Personal-, Finanz- und Studierendenverwaltung Mitte 2022 abgestimmt und alle Mitarbeiter*innen entsprechend geschult sein müssen. Gleiches gilt für verschiedenen Aspekte der Forschung, des Studiums und der Lehre sowie der zukünftigen Governance-Struktur.

Der Campus Landau muss zudem parallel zur Zusammenführung die Entflechtung der Universität Koblenz-Landau erfolgreich meistern. Dabei müssen bis zum 31. Dezember 2022 alle Verwaltungsstrukturen, Einrichtungen und Studiengänge getrennt werden, in der knappen Zeit eine Mammutaufgabe für alle Mitarbeiter*innen in Landau!

Die Technische Universität Kaiserslautern und der Campus Landau haben gemeinsam Governance-Strukturen und -Prozesse geschaffen, um die Zusammenführung beider Standorte erfolgreich zu gestalten. 

Eine wichtige Grundlage ist das im November 2019 verabschiedete Eckpunktepapier der Landesregierung Rheinland-Pfalz und beider Standorte über die Leitlinien der Zusammenführung. Anfang 2020 wurden darauf aufbauend standortübergreifenden Arbeitsgremien gebildet sowie Arbeitsgebiete und erste Arbeitspakete definiert.

Am 8. Oktober 2020 hat der Landtag das „Landesgesetz zur Neustrukturierung von Universitätsstandorten“ beschlossen. Dieses Gesetz regelt den weiteren Prozess der Zusammenführung, inklusive Fristen und möglicher Übergangsregelungen. Darin wurden beide Standorte verpflichtet jeweils einen Senatsausschuss zu bilden, der unter anderem die gemeinsame Grund- und Wahlordnung beschließen soll.

Im nächsten Schritt schließen die Technische Universität Kaiserslautern und die Universität Koblenz-Landau bis Ende 2021 eine Verwaltungsvereinbarung, die die Zuordnung der Einrichtungen, Betriebseinheiten, Rechte, Pflichten und Vermögenswerte der Universität regelt.

Die Universitätsleitung der Technischen Universität Kaiserslautern, der Campusleitung Landau, die Mitglieder der neu gebildeten Senatsausschüsse, die Mitglieder der beiden Lenkungsausschüsse „Verwaltung, Service, Infrastruktur“ und „Hochschulentwicklung“ sowie die Teilnehmenden der Arbeitsgruppen sind die zentralen Akteur*innen der Zusammenführung. Weiterhin wird der Prozess regelmäßig mit dem Wissenschaftsministerium reflektiert.

Seit Januar 2020 befinden sich die Universitätsleitung der Technische Universität Kaiserslautern und die Campusleitung Landau in der „Leitungsrunde“ im regelmäßigen Austausch. In diesem Gremium werden grundlegende strategische Aspekte der Zusammenführung diskutiert.

Neben der Leitungsrunde wurden die Lenkungsausschüsse für „Hochschulentwicklung“ und „Verwaltung, Service, Infrastruktur“ eingerichtet. Die Lenkungsausschüsse strukturieren und priorisieren die für die Zusammenführung nötigen Arbeitspakete und setzen dafür Arbeitsgruppen ein.

Die Senatsausschüsse beider Standorte haben die Aufgabe die Grund- und Wahlordnung für die neue Technische Universität zu beschließen. Darüber hinaus wählen sie auch die Mitglieder des neuen Hochschulrates.

Bereits zu Beginn der Zusammenführung wurden mit den Gremien der Zusammenführung Strukturen zur Konsensfindung eingerichtet. Aufgabe der Leitungsrunde ist es, bei kontroversen Themen gemeinsam mit den Beteiligten eine Lösung zu finden bzw. Prozesse für die Problemlösung zu definieren. Ihnen steht bei Bedarf eine externe Beratung und Mediation zur Seite.

Sollten diese Mechanismen zur Konfliktklärung nicht erfolgreich sein, wird das Wissenschaftsministerium über kontroverse Themen entscheiden. Der genaue Prozess dazu ist im Neustrukturierungsgesetz geregelt.
 
Die bis Ende des Jahres 2021 gemeinsam zu erarbeitende und zu legitimierende Grund- und Wahlordnung wird die zukünftigen Entscheidungsprozesse regeln.

Der Namen der neuen Technischen Universität steht noch nicht fest. Im Prozess in dem die gemeinsame Grundordnung definiert wird, wird auch der Name diskutiert.

Der Landtag hat mit dem Namen „Rheinland-Pfälzische Technische Universität“ (RP TU) im Gesetz einen Arbeitstitel festgelegt, der gilt, bis der neue Name gefunden ist.

In den Arbeitspaketen der Lenkungsausschüsse für „Hochschulentwicklung“ und „Verwaltung, Service, Infrastruktur“ arbeiten Mitarbeiter*innen beider Standorte an gemeinsamen Lösungen.

Wer sich für die Arbeit in der Zusammenführung interessiert ist eingeladen auf die jeweilige Stabstelle für die Strukturreform in Kaiserslautern oder Landau zuzugehen. Darüber hinaus können auch die Vertreter*innen der jeweiligen Statusgruppen in den Gremien der Zusammenführung angesprochen werden.

Auf dieser Internetseite finden alle Interessierten Informationen über aktuelle Entwicklungen und den Stand der Zusammenführung. Darüber hinaus informiert ein neuer Newsletter monatlich alle Mitarbeiter*innen beider Standorte. Jetzt für den neuen Newsletter anmelden.

Die Strukturreform umfasst neben der Zusammenführung der Standorte Kaiserslautern und Landau auch die Trennung des Campus Landau von der Universität Koblenz-Landau. Bei der Entflechtung geht es darum festzuhalten, welche Aufgaben und Leistungen bislang wo und vor allem von welchem Personal in welchem Umfang erbracht werden.

Die Entflechtung ist damit die Basis dafür, dass eine Bedarfseinschätzung hinsichtlich Personal und Sachmitteln für die neue Technische Universität erfolgen kann.

Seitens des Wissenschaftsministeriums wurden hierzu keine Vorgaben gemacht. Grundsätzlich gilt, dass Hochschulen in der Grundordnung im Einvernehmen mit dem Ministerium eine Gliederung in Fachbereiche festlegen. Dabei sollen verwandte und sachlich benachbarte Fachgebiete zu funktionstüchtigen Einheiten zusammengefasst und die Ausbildungsbezogenheit berücksichtigt werden. Insgesamt wird der kommende Prozess zeigen, welche Strukturen sinnvoll sind und von den Universitätsmitgliedern getragen werden.

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